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- Crack

Der wahre KING OF THE SOUTH
Ja, es ist schon langsam etwas lästig, die ständige Frage nach dem König des dreckigen Südens. Während T.I. sich selbst dazu krönt und leider die breite Masse ihm das auch noch abkauft, bleibt einer der wirklich talentierten Leute fast unbeachtet, die Rede ist von Z-Ro, mittlerweile seit 10 Jahren im Geschäft. Auch sein bereits 12. (!) Solo-Album reiht sich perfekt in seine Discographie,
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die noch keinen Ausfall zu verzeichnen hat, ein. Der Titel "Crack" sorgte schon im Vorfeld für viel Furore, sogar so viel, dass sich Z-Ro dazu entschloss, das ursprüngliche Cover zu ändern. Doch es kommt ja nicht auf die Verpackung an, sondern den Inhalt. Und der ist wie immer Houston at its best. Wer denkt, man kommt das Selbe wie immer, wird sich täuschen. Z-Ro hat bei diesem Album etwas mehr Wert auf die Gesangspassagen gelegt, was zur Folge hat, dass die Musik noch melodischer und entspannter rüberkommt, als es zuvor eh schon der Fall war.
Das Intro erinnert an eine Art Kinderspieluhr und ist dank Z-Ro schon ein echter Appetitanreger für die folgenden Songs. "Baby Girl" geht gleich in die bereits angesprochene etwas melodischere Richtung, hat entspannte Beats und eine Computerstimme, die für etwas Pep sorgt. Z-Ro kann mit einem tollen Mix aus Rap und Gesang über seine Liebste punkten und zeigt den ganzen Pseudo-Kings, was Skills sind. Etwas ernster geht es bei "Here We Go" (ft. Mike D) zur Sache. Das Instrumental ist gleich eine Spur langsamer, ruhiger und bedrückender, durch viele Instrumente wie Piano, Streicher und Glöckchen dennoch sehr angenehm anzuhören, was auch im Refrain, den Z-Ro wieder singt, auf großartige Weise umgesetzt wird. Nach dem wieder mehr in Richtung R'n'B tendierenden "Call My Phone" zusammen mit Slim Thug, erreicht man mit "That's How You Feel" den ersten Song mit etwas Dampf dahinter. Dieser stammt allerdings nicht aus der Beatbox, sondern wird von einer ganzen Menge an Bläsern hervorgerufen, ein Element, das heute ja leider nicht mehr all zu viel Beachtung bekommt. Neben Z-Ro ist auch Lil' Keke mit von der Partie und liefert wie der Meistern eine souveräne Vorstellung. Typischen Texas-Style findet man mit "Lonely", einer eher traurigen und nachdenklichen Nummer, die zwar eine flotte Bassline ihr Eigen nennt, durch ein E-Orgel-Stück und den abermals wirklich traumhaften Gesang Z-Ros ihre emotionale Note bekommt. Auch "Made" weiß mit seinen hämmernden Bässen, klasse Synthie-Melodien und Screw-Hook zu überzeugen. Die Qualität dieses Albums ist schon fast unglaublich, denn bisher gab es nur gute Tracks und das Ganze steigert sich von Song zu Song und findet in dem etwas bekannteren "Mo City Down" einen nächsten Höhepunkt. Treibende elektrische Elemente gepaart mit gefühlvollen Klängen im Hintergrund und einem MC, den man spätestens hier als den King bezeichnen muss. Houston typisches Eierschaukeln ist bei "Rollin" angesagt. Auch wenn es nicht hart oder all zu schnell rüberkommt, hat es dennoch seine dynamische Seite und ist so ein Track, der nicht langweilig wird, aber zudem man trotzdem perfekt relaxen kann. Wer Guerilla Maab kennt, dem wird "You" sofort etwas bekannt vorkommen. Es hat den selben Rhythmus wie "Remember Me", ist dank Streichern und einigen weiteren Elementen etwas aufwendiger und moderner, doch es macht Spaß sich damit an die alte Zeit zurück zu erinnern. Volle Breitseite Funk und Blues wird einem mit "Eyes On Paper" aufs Ohr gezimmert. Das Instrumental groovt einfach unheimlich, noch dazu kommen ein paar Vocal-Samples von Altmeister Scarface und die Verse von Z-Ro und Paul Wall. Fans von Chopped & Screwed kommen mit "25 Lighter" voll auf ihre Kosten, denn der Track ist komplett gescrewt. Eindeutig Geschmackssache, Houston Fans dürfte es gefallen. Zum krönenden Abschluss ertönt "Paid My Dues". Seine tiefen Bassschläge und dramatischen Violinen sorgen für etwas Dramatik, eine perfekte Bühne für einen man wie Z-Ro, der im Gegensatz zu so vielen anderen noch Wert auf Lyrik und Flow legt.
"Crack" erfüllt sämtliche Erwartungen und übertrifft locker andere South-Alben wie z.B. Bun B's "II Trill" oder Three 6 Mafia's "Last 2 Walk", der selbsternannte King T.I. wirkt dagegen sogar wie ein Amateur. Im Gegensatz zu manchem alten Album ist bei "Crack" ausnahmslos jeder Song gelungen und künstlerisch wertvoll. Falls jemand Trae auf dieser Platte vermissen sollte, dem sei zum neuen ABN Album geraten, das kurz vor "Crack" rauskam. Jeder der Z-Ro und Texas mag muss einfach zuschlagen, aber auch Fans aus anderen Genres sollten zumindest einmal reinhören.
JazzMatazz
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