



» Whiskeytown
- Pneumonia

Mein Klassiker
Bedenkt man, dass diese CD beinahe gar nicht erschienen wäre, weil seinerzeit(1998)die alte Plattenfirma Whiskeytowns von einem riesigen Multi-Konzern geschluckt wurde und die neuen Bosse kaum Erfolgsaussichten für dieses Juwel sahen, ist es umso erfreulicher dieses Werk nun mit einigen Jahren Verspätung zu würdigen. Manchmal haben die Firmenbosse eben doch noch einen Funken künstlerischen
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Weitblicks.
Kam Ryan Adams, als Hauptverantwortlicher Whiskeytowns, ehedem aus dem "alternative-country"-Lager, ebnet er hier den Weg für etwas poppigere Anwandlungen. Pop-Musik im allerpositivsten Sinne, wohlgemerkt. Songs wie "Don't wanna know why" oder "Don't be sad" sind mit einer herrlichen Leichtigkeit und einem völlig unpeinlichen Ohrwurmcharakter ausgestattet, dass man sie selbst nach dem 20.Durchlauf noch nicht satt hat (verbürgt, denn bei mir lief die Scheibe wochenlang im Auto rauf und runter).
Gemeinsam mit Caitlin Cary lässt Adams im wunderschönen Duett "Easy hearts" seine Country-Wurzeln vom Stapel.
Seine Singer-Songwriter-Fähigkeiten kommen in dem grandiosen "Jacksonville skyline" besonders einfühlsam zur Geltung.
Die an Brian Wilson-Melodieseligkeit erinnernde Up-Tempo-Nummer "Mirror Mirror" wartet sogar mit einem kompletten Orchesterarrangement auf. Somit sorgen Whiskeytown für reichlich Abwechslung und Spaß und Ryan Adams' Händchen für ausgesprochen feinsinniges Songwriting wird hier schon mehr als deutlich.Eigentlich kaum ein Wunder, dass er drei Jahre später mit "Gold" ein absolutes Top-Werk vorlegte.
Neuere Adams-Fans sollten sich unbedingt dieses schon recht reife Glanzstück anhören. Ich wette, sie werden nicht enttäuscht sein !
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