



» the Postal Service
- Give Up

Pop von seiner schönen Seite
The Postal Service sind Benjamin Gibbard von Death Cab for Cutie und James Scott Tamborello (Dntel). Während Gibbard für Lyrics und Gesang zuständig ist, untermalt Programmierer Tamborello das Ganze mit elektronischen Beats, Analog- und Midisounds sowie punktuell eingesetzten Gitarren.
Heraus kommt ein phantastisches Popalbum, das nicht nur ans Herz, sondern auch gewaltig in die Beine
...
Jenzo
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geht.
Zehn Titel haben es auf "Give up" geschafft und nicht einer sticht negativ heraus. Im Gegenteil: gleichwertige Nummern, die die Gehörgänge der Hörer zum einem mit reichlich Zuckerwatte verkleben, auf der anderen Seite aber auch nachdenklich zurücklassen können. Man darf sich von den frohlockend-süßen Synthesizern nicht aufs Glatteis führen lassen, denn Gibbard hat einiges zu erzählen, das über Sehnsucht und Liebsschwüre hinausgeht. So z.B. in "Sleeping in" über Träume und Lee Harvey Oswald und "We will become Silhouettes" über das Überleben der nuklearen Apokalypse.
Weitere Highlights sind das ausgekoppelte, eingängige und treibende "Such Great Heights" sowie das traurig-schleppende "This Place is a Prison".
Unterstützt von den weiblichen Sängerinnen Jenny Lewis und Jen Wood gelang hier ein erfrischendes Stück Popmusik, das zwar eher minimalistisch gehalten wird, ohne dabei aber auch nur ansatzweise zu langweilen.
Für mich eines meiner Lieblingsalben, das auch nach dem hundersten Hören noch keine Verschleißerscheinungen zeigt.
Für Fans von Death Cab for Cutie oder Hörer von Dntel ist das Album mit Sicherheit ein Muß, aber auch für alle, die elektronisch-geprägter Popmusik oder der Independent Pop-Szene im Alllgemeinen nicht abgeneigt sind, sollten mindestens ein Ohr riskieren.
Es tut gut zu hören, daß ein grandioses Album auch ohne Namedropping gestaltet werden und seine Stärke aus Authentizität und Qualität ziehen kann.
Jenzo
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