



» The Killers
- Day & Age

Zeitreise in die 80er
Ach, was diese grandiose, musikalische Reise in die 80er immer noch für eine Freude macht. Vor ein paar Monaten hab ich in ein bekannten Musikforum diesen Beitrag gepostet, dem es im Grunde nichts mehr hinzuzufügen gibt:
"Day & Age" ist zwar kein Meilenstein der Rockgeschichte (oder doch?), aber sicherlich das unterhaltsamste, was mir dieses Jahr unter die Löffel gekommen ist.
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der Toni
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Dabei fand ich die Alben davor nicht so gut, zu unausgewogen, zu ideenlos, die Killers waren auf der Suche nach ihren Sound, der hier seine Vollendung findet. Endlich klingen die Killers nach Las Vegas, nur 20 Jahre zurückversetzt, wo Fernsehserien wie Miami Vice oder Magnum die Welt eroberten und man noch Hawaiihemden und Pornobrillen tragen dürfte, ohne sich zu schämen. Dementsprechend klingt auch die Musik, wie eine Zeitreise des gepflegten schlechten Geschmacks. Da wären zum einen Discofox- Beats und Gedächtnischöre in "Human" und "This Is Your Life", die normalerweise verboten gehören. Ein sowas von trashiges Saxophonsolo in "Joyride" und Bacardi- Feeling in "I Cant Stay". Bei jeder anderen Band würde so etwas peinlich klingen, doch die Killers haben so dermaßen eins an der Klatsche und wissen dies gekonnt in Musik umzusetzen, dass es wieder geil ist. "A Dustland Fairytale" und "Neon Tiger" baden sowas von in überladenen Kitsch und Breitbeinigkeit, dass es ein wahrer Ohrenschmaus ist. "Losing Touch" hat so ein unfassbar schlechtes, an Van Halen erinnerndes Solo, dass man nur noch grinsend vor der Anlage sitzt. Ein Hoch auf die Killers für diese brillante, opulente Perle des Trash. Da schäm ich mich gerne dafür, dass ich früher David Hasselhoff vegöttert habe und meine feuchten Träume aus Dauerwelle, Schweißbändern und Achselbehaarung bestanden. Das Album ist eine Zeitreise, welches diese Gefühle grandios wieder aufleben lässt.
der Toni
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