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- Selma- In Sehnsucht eingehüllt

In Sehnsucht eingehüllt...
Es gibt wohl keinen passenderen Titel für diese CD als den, der gewählt wurde, denn "In Sehnsucht eingehüllt", ist der Zuhörer schon beim ersten durchhören. Fünf hervorragende Musiker haben Gedichte vertont und angesagte Sänger und Sängerinnen haben diese dann für die CD aufgenommen. Was schon beim Rilke-Projekt hervorragend funktionierte wird hier in Brillianz weitergeführt. Das World
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Christof Bente
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Quintet untermalt den Gesang oder gesprochenen Text mit feinen sphärischen und sehr abwechslungsreichen Klängen:
Sarah Connor darf den Anfang machen mit "Das Glück". Ein wenig lässt sie den Tiefgang der Interpretation vermissen, zu oft wirkt ihre Stimme (in üblicher Connor-Marnier) gehaucht - nicht unbedingt passend, aber trotzdem insgesamt nicht schlecht, aber auch nicht das beste Stück der CD.
Xavier Naidoo hingegen zeigt deutlich, dass er für jedes Lied bzw. für jeden Text eine andere Facette seiner Stimme auspacken kann. Ohne Pathos und trotzdem tiefgründig lässt er den "Spätnachmittag" wie im Fluge vergehen.
Auch Yvonne Catterfeld überzeugte mich überraschenderweise positiv. Schwierige Melodieführung gut und gefühlvoll gemeistert - "Du, weißt du wie der Regen weint..." - Yvonne lebt das Lied beim Singen.
Bei Thomas D hatte ich ersteinmal Bedenken, doch der Sprechgesang zu "Stefan Zweig" passt wie die berühmte Faust auf's Auge. Wie ein guter Erzähler lässt er das Gedicht als Bild vor den Augen des Zuhörers entstehen. Mit jeder kleinen Facette die der wundervolle Text von Selma Meerbaum-Eisinger hergibt.
Joy Denalane überzeugt vom ersten tiefen Ton an den sie singt. Das "Schlaflied für die Sehnsucht" ist gefühlvoll und maßgeschneidert für die Sängerin, die einmal mehr unter Beweis stellt, dass gerade die jazzigen Harmonien wie gemacht für ihre Stimme sind.
Reinhard Mey - gut wie eh und je - verleiht jedem Lied seinen eigenen Stempel, doch es passt! Sanft lässt er den "Abend" aufleben.
Inga Humpe aus der 2Raumwohnung verleiht dem "Frühling" eine ungewöhnliche Melancholie - passend zum Text. Wie ein laues Lüftchen, dass noch die Kälte des Winters in sich trägt kommt diese Interpretation daher - doch im weiteren wird der Wind immer wärmer.
Endlich lässt jemand Hartmut Engler mal andere Songs als seine eigenen singen - es lohnt sich, denn diese unverwechselbare PUR-Stimme hat noch viel mehr drauf als die immergleichen Songs zu singen. Engler zeigt im "Lied", eine zumindest mir bisher unbekannte Seite.
Stefanie Kloß von Silbermond ist für mich die größte Überraschung. Ganz ohne nervendes Gehauche - einfach gradlinig gesungen - "Ja" - das ist ganz groß und unendlich traurig. Dieses Lied hat sechs Sterne verdient.
Volkan Baydar von Orange Blue legt mit "Regen" eine schöne Interpretation nach. Seine interessante Stimme setzt er mit Bedacht ein und dreht nicht lauthals auf, sondern belässt es bei den ruhigen Tönen. Gänsehaut.
"Ich bin die Nacht" - orientalisch angehaucht und von der großartigen Jasmin Tabatabai gesungen - düster und geheimnisvoll klingt das Lied, und die Tabatabai schleicht wie eine Katze um die Melodie - sehr interessant und richtig gut!
Den Abschluss macht Ute Lemper, der in Deutschland verkannte Star. Reif und tiefgründig interpretiert sie den Text zu "Abend2" - hinreissend.
Wer die CD einmal gehört hat, der wird ihrem Bann so schnell nicht wieder entkommen. Der Star sind die Texte, die Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger. Doch auch den Musikern die diese so hervorragend umgesetzt haben, muss man Respekt zollen für diese außergewöhnliche CD. "In Sehnsucht eingehüllt...".
Christof Bente
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