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- Around the World in a Day [Shm

Psychedelischer Prince
Das mutigste Prince-Album. Nur ein Jahr (1985) nach dem Megaseller Purple Rain (Fast jedes Jahr seiner Karriere hat Prince (oft zum Missfallen seiner Plattenfirma) mindestens ein Album veröffentlicht) kommt er nicht etwa mit einer Fortsetzung, nein, diesmal kommt er mit einem psychedelischen Album. Herrlich bunt, herrlich schräg. Die Geburtsstunde des Paisleypark-Labels. Schon das Cover zeigt,
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Úlf Nordwich
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wohin die Reise geht. Im Hintergrund dieser bunten Welt liegt eine nackte, kopflose Frau, als Gebirge getarnt. Vorne verschiedene, wahllos erscheinende Figuren, die, wenn man sich die Maxis anguckt,den einzelnen Songs zuzuordnen sind. Schon das gefällt.
Aber zu den Songs:
1. Around the world in a day - Der Titelrack fängt mit einem orientalischen Flöten(Syntheziser)spiel an, welches die ganze Platte gut eröffnet. Das ganze Stück mit jeder Menge orientalischen Instrumenten: Oud, Tarbuka, etc. Der Gesang geht dann wohl auch in die Richtung.
2. Paisley Park - Schöner Popsong, ewas langsam zum Tanzen aber schöne Melodie. War auch Single.
3. Condition of the Heart - Die Ballade des Albums. Äußerst schräg. Piano mit Syntheziser (recht pfeifende Töne). Gut 2 Minuten Intro. Dann geht es los, im weinerlichen Falsett gesungen. Viel Dramatik, gewöhnungsbedürftige 7 Minuten. Aber dann absolut wundervoll.
4. Raspberry beret - Die Hitsingle des Albums. Schöner Bubblegumpop. Schöne, nicht kitschige Streicher.
5. Tamborine - Mein Lieblingstrack des Albums. Nervöse Drums deutlich im Vordergrund. Dazu ein hartgezupfter E-Bass. Gesang und das war es. Wird mit der Zeit immer ekstatischer und herrlich Dissonant.
6. America - In der Maxiversion fast ne halbe Stunde lang beschränkt er sich auf dem Album auf das Wesentliche. Der Anfang hat zu Tapezeiten zu manchen ängstlichen Griff zum Radio geführt, klingt es doch sehr nach Bandsalat. Danach ein poppiger, rockiger Marsch. Textlich ungewöhnlich patriotisch. "Communism is just a word, but if the goverment turn over, it'll be the only word that's heard. America god shed his grace on thee, keep the children free." Nicht wirklich mein Lieblingsstück, aber ein Marsch ist halt immer gut tanzbar.
7. Pop Life - Eine weitere Single, wieder ein schöner Popsong. Wieder, wie fast auf dem ganzen Album mit vielen disharmonisch klingenden Keyboards. "What U putting in your nose? Is that where all your money goes? The river of addiction flows, U think it's hot, but there won't be no water when the fire blows".
8. The Ladder - Märchenstunde. Erst ein gesprochener Rap, nur der Chorus und die Backingvocals werden bei dieser Ballade gesungen. Schönes Saxofon im Hintergrund. Geschichte von einem König, der für all die Schönheit um ihn kein Auge hatte, weil er immer nur nach der Leiter suchte, nach Salvation of the soul & the answers how the story started and how it will end. Schöner Pop, eingängig, griffig.
9. Temptation - Sex, temptation, lust. Erotischer, rockiger blues. Endet etwas lang im Geklimper, aber ansonsten schon sehr lustig.
Durchweg ein Album welches durch seinen psychedelischen Sound dominiert wird. Ein Hippie Abum Mitte der 80er. Gewagt.
Úlf Nordwich
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