



» Patrick Park
- Loneliness Knows My Name

11 erstklassige Songs in Singer/Songwriter-Manier
Man muss sich schon wundern. Da werden langweilige, total berechenbare Singer/Songwriter wie Saubermann John Mayer, bei dem alles kalkuliert wirkt, als Stars gefeiert, aber jemand wie Patrick Park, ebenfalls ein songs-schreibender und singender, als auch gitarrespielender US-Amerikaner, jedoch mit den besseren Songs, einer charismatischeren Stimme und insgesamt überzeugenderem Auftreten, geht
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la.cienega
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total unter. Die Welt ist ungerecht. Ach ja, was das Erscheinungbild des Patrick Park angeht, schlägt er sowieso jeden sogenannten "Superstar", aber darum geht's ja hier nicht. Reden wir lieber über die Musik, die sich gut mit der von Ryan Adams, Pete Yorn (zumindest mit Großtaten wie "Strange Condition" vom Debüt "Music for the Morning After") und in gewisser Weise auch Jeff Buckley, vergleichen lässt. Wer Songs wie Ryan Adams' "Oh My Sweet Carolina", "Firecracker" oder "Harder Now That It`s Over" zu schätzen weiß, wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch Patrick Park ins Herz schließen. Tim Easton klingt auch durch, was kein Wunder ist, schließlich hat sich dieser als Instrumentalist (Mandoline, Dobro) gewinnen lassen."Loneliness Knows My Name", Patrick Park's Debüt-Album, überzeugt durch seine relativ homogene - aber alles andere als eintönige - Gesamterscheinung, gekonntes, klassisches, relativ einfach strukturiertes, leicht zugängliches Songwriting mit anmutenden, poetischen Lyrics ("I was a dumb punk kid with nothing to lose/And too much weight for walking shoes/I could have died from being boring (...) I know ugIiness/Now show me something pretty", "She's the restless sort/With secrets that wait on corners in the dark/To pinch with a pain/To sting and to smart", "There's a world of regret/Lying on my shoulders/It's a cherry bomb/With eyes that glow/Like two big shining stars/In a Hitchcock Movie/And my auto pilot is ready to go"), unvergleichliche Melodien, wunderbares, abwechlungsreiches Gitarrenspiel und sehr angenehmen, leidenschaftlichen Gesang, sowie eine saubere, und dabei die Songs atmen lassende, Produktion.
Die Grundstimmung ist zwar keine ausgelassene, jedoch ist sie sehr viel positiver als der Titel vermuten lässt; Die Lage ist keineswegs aussichtslos, vielmehr inspirieren die, teilweise mit Akustischer, teilweise mit E-Gitarre instrumentierten Songs. Dass weder die Mundharmonika, noch das Banjo bei einem folk-orientierten Singer/Songwriter-Album außenvorbleibt, dürfte klar sein. Zu erwähnen bleibt vielleicht noch, dass das Album unter Eigenregie aufgenommen wurde, bevor Patrick Park überhaupt den Plattenvertrag in der Tasche hatte. Mit einem ordentlichen Budget im Rücken konnte dann später noch einmal nachgebessert werden. Tja, das Resultat kann sich hören lassen!
Anspieltipps: Honest Screw, Your Smile's A Drug, Something Pretty
Nicht ganz so großartig wie die LP, aber auch sehr gelungen ist die EP "Under The Unminding Skies" (die übrigens nach "Loneliness..." aufgenommen wurde).
la.cienega
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