



» Paradise Lost
- Draconian Times

Da kann man nicht meckern ...
"Draconian Times" leitet mit gut gebügelten Klaviertönen ein. Ich hasse eigentlich Klaviermusik: Hier kann ich sie plötzlich genießen. Danach setzt der Rest der instrumentalen Besetzung ein, jetzt kommt die charismatische Stimme und stimmt ein zu einem Ganzen, was sich langsam treibend entfaltet. Und nun versinkst du in ein schwarzmelodisches Hörabenteuer, das seinesgleichen sucht. Kurze
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Prinz Prospero
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Gitarrensolis mit Schlagzeughintergrund, um der Stimme eine Pause zu gönnen usw.
Überhaupt ist das Zusammenspiel ein einmalig zauberhaftes, hier geht eins ins andere über, die Gruppe scheint über eine seltene Harmonie zu verfügen. Jeder Ton stimmt, jedes Instrument kommt zu seinem Recht, erscheint einmalig im Vordergrund, verschwindet wieder eintauchend ins Gesamtgeschehen, wenn es der Titel fordert. Ich als Gitarrenfan spiele Luftgitarre, mein Kumpel neben mir schlägt das Luftschlagzeug, trampelt zweibeinig und bewegt die Arme.
Fantastisch. Paradise Lost verändern die Geschwindigkeit, werden mal schneller, mal langsamer, wir kommen kaum mit. Und bleiben doch dran bis zum Ende. Und nochmal neu gestartet und abgefahren ... Der Tee wird kalt, aber die Tieftöner kommen richtig raus ... Am Besten gefällt mir persönlich der neunte Titel: "shades of god" wegen dem supergeilen Gitarrenriff und dem groovigen Feeling. Wunderbar, dass auch hier die dunkel-morbiden Texte im gut gestalteten Beiheft zum Mitlesen oder Mitgröhlen zu goutieren sind. Da bleiben keine Wünsche offen. Paradise Lost in Hochform und das Auge isst mit. Ich wünsch der Gruppe, deren Namen auf dem berühmten Gedicht des englischen Dichters "John Milton" gründet, nur das Beste. PP
Prinz Prospero
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