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- The Resistance

MUSE: "Mehr" ist "Mehr"
Was sollte eigentlich noch kommen nach Black Holes & Revelations? Das war mein Gedanke vor Erscheinen dieses Albums, ich dachte, MUSE hätten bereits alles ausprobiert und ihren kreativen Höhepunkt bereits in der Vergangenheit gehabt. Ich dachte, es gibt kein Besser mehr und nach stetiger Steigerung mit jedem Album MUSS es doch irgendwann bergab gehen..
Weit gefehlt - "The
...
Darkrondo
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Resistance" erschien und ich wurde eines besseren belehrt! Dieses Album strotzt nur so vor Vielfalt! Frontmann Matt Bellamy ist ein Künstler einer Sorte, die es leider viel zu selten gibt: Egal ob Piano, Synthie, E-Gitarre oder der unverwechselbare Gesang - in jeder Rolle glänzt er, bringt unheimlich viel Gefühl und Tiefgründigkeit in die Songs ein und macht MUSE zu dem was es ist: eine intelligente Band auf allerhöchstem Niveau!
Es "funktioniert" einfach: "Uprising", "MK Ultra" und "Unnatural Selection" sind perfekte Rocksongs, letzterer erinnert angenehm an New Born. Bereits hier fällt auf, was die Band ausmacht: "Mehr" ist "Mehr" heisst der Grundsatz. Während viele Bands versuchen, sich auf das Nötigste zu reduzieren, um auf keinen Fall überproduziert zu klingen und Kritikern zu gefallen, beweisen MUSE dass das genaue Gegenteil ebenfalls funktioniert. Wenn die Gefahr droht, "unterproduziert" zu klingen, greift Matt Bellamy oft zu einem Instrument, das dies verhindert: dem Synthie. The Resistance ist elektronischer als die bisherigen Alben und das macht die Sache so interessant. Undisclosed Desires z. B. ist, neben dem Slap-Bass, rein elektronisch und absolut gelungen, auch Rocksongs wie Uprising werden durch interessante Loops aufgewertet. Es wird Abwechslung geboten, jeder Song erhält seine eigene, spezielle Note und Langeweile wird schlicht bekämpft!
"The Resistance" ist weniger rockig als die Vorgänger und geht auch stark in Richtung Klassik. Dass Bellamy am Klavier ein Ass ist zeigt er z.B. im epischen "United States of Eurasia" oder "I belong to you", das an Eingängigkeit kaum zu überbieten ist (wobei ich den französischen Zwischenteil etwas anstrengend finde).
Einziger Schwachpunkt des Albums ist "Guiding Light", ähnlich "Invincible" vom Vorgänger. Dieser ist jedoch der einzige Wermutstropfen..
Vollendet wird "The Resistance" von einer 3-teiligen Symphonie namens Exogenesis. MUSE versuchen, zu beeindrucken und schaffen das auch: Hier trifft Rock auf Klassik, Streicher auf Gitarren, laut auf leise, wenig auf viel. Schwebt man schon im Titeltrack "Resistance" in anderen Sphären, so hat man spätestens bei "Exogenesis Part 1: Overture" das Gefühl, man ist selbst die kleine einsame Gestalt auf dem Cover, die das irdische verlassen hat und die Welt aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet...
MUSE haben mich erneut beeindruckt und ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte mal gewesen sein..
Darkrondo
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