



» Lil Flip
- I Need Mine

Release Therapy
Dass dieses Album tatsächlich noch herausgekommen ist, grenzt schon fast an ein Wunder. Eigentlich sollte es bereits 2006 über Sony erscheinen, doch das Label verschob den Release immer weiter bis das Album irgendwann komplett gecancelt wurde. Lil' Flip verkrachte sich mit seiner Plattenfirma und wanderte in Richtung Warner Music/Asylum ab, das sich die Rechte an ein paar Songs sichern konnte
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JazzMatazz
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und mit einigen neuen Tracks Flip's fünften Longplayer endlich auf den Markt brachte.
"I Need Mine $$" wurde eine absolute Bombe, sogar eines der besten Alben 2007. Vom teilweise monotonen Flow des Vorgängers "U Gotta Feel Me" ist nichts mehr zu spüren, da sich Flipperacci deutlich weiterentwickelt hat. Dies bekommt man u.a. auf dem ruhigen, leicht düsteren "Bust A Clip" zu spüren, auf dem Flip eine sehr gute Darbietung seiner Skills bietet. Extrem geil wurde das chillige "Playa 4 Life" mit Chamillionaire. Das Instrumental ist richtig cool und hat eine sehr eingängige Melodie. Lil' Flip rappt sehr lässig, dazu singt Koopa einen Wahnsinns Hook. Insgesamt einer meiner Favoriten des Albums. Wunderbar layed back ist auch die Smoker-Hymne "Addicted (Mary Jane)", bei der einfach auch wieder alles passt. Ein weiteres Highlight der ersten der beiden CDs ist "Sorry Lil' Mama". Wieder ist der Beat von der eher entspannten Sorte, im Hintergrund läuft ein traumhaftes Gitarrenspiel, das wunderbar zu den Rhymes von Lil' Flip und Nutt, aber vor Allem zu Z-Ro mit seiner rauen Stimme passt. Etwas funkiger wurde "Take You There" mit Westcoast Legende Nate Dogg. Auch hier gibt es tolle Performances der beiden Künstler und einen sehr chilligen Beat, der die Rhymes wunderbar untermalt. So gut wie jeder Track der ersten Disc kann überzeugen. Darunte befinden sich auch "Starched & Cleaned" mit Big Pokey und Lil' Keke, "Flippin" mit Mya, das düstere "White Cup" mit Mike Jones, "Single Mother", "Can't U Tell" mit Squad Up und MJG, "I'm A Baller", ach, so ziemlich alle! Auch CD Nummer 2 hat einiges zu bieten. Mein Lieblingstrack davon ist "Tell Me", ein weiterer der vielen chilligen Tracks. Auch hier spielt im Hintergrund eine Gitarre, wird jedoch durch Claps und einen sehr rhythmischen Beat unterstützt. Lil' Flipper rappt zwar makellos, doch er wird von dem weißen Reggae-Sänger Collie Buddz mit seinem genialen Refrain in den Schatten gestellt. Von den beiden Hypnotize Minds DJ Paul und Juicy J stammt das Instrumental von "3,2,1 Go". Dieser Track ist ein richtiges Brett! Hart und gnadenlos trommelt der Beat, dazu gibts einiges an düsteren Elementen. Natürlich ließ es sich die Three 6 Mafia nicht nehmen, Flip bei diesem Song zu unterstützen. Wohl jeder kann sich denken, dass dieser Track genial ist. Etwas schneller geht es bei Partytrack "You'z A Trick" zu. Auch hier stimmt wieder einfach alles, genau wie bei dem noch besseren Remix, auf dem UGK vertreten sind. Der letzte Song, auf den ich noch näher eingehen möchte, ist "Warrior". Hier wurde das Thema wunderbar umgesetzt. Der Beat ist hart, schnell und hat richtig coole "What Up"-Rufe im Hintergrund, dazu rappt Lil' Flip fantastisch, wahrhaft eines Warriors würdig. Auch auf CD 2 überzeugt fast jedes einzelne Lied. Ebenfalls sehr stark sind "Make It Out Da Hood" mit Big Shasta, "Stay Ballin'" mit Yukmouth, "Family Tradition", "What It Do" mit Mannie Fresh oder der "Fly Boy" Remix mit Mike Jones.
Mit ordentlich Wut im Bauch hat es Lil' Flip perfekt geschafft, ältere Songs von Sony mit neuen Aufnahmen für Warner Music/Asylum zu kombinieren. Hilfe bekam er dabei von massenhaft starken Features und Top-Producern. Mit insgesamt 35 (!!!) Songs beweist er uns ein weiteres Mal, dass er ein absolutes Schwergewicht im Dirty South ist und liefert uns einen Anwärter auf das beste Album 2007. Jeder, der auf Rap aus Houston steht, ist daher mit einer Anschaffung bestens bedient.
JazzMatazz
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