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- The Predator-Remastered

Ice Cube auf seinem Höhepunkt
Nach der Trennung von N.W.A zog es Ice Cube in Richtung Ostküste, wo er mit den Jungs von Public Enemy ein verdammt hartes und raues erstes Album bastelte. Schon für den Nachfolger "Death Certificate" orientierte sich der Eiswürfel in Zusammenarbeit mit Sir Jinx wieder mehr an dem Sound seiner Heimatstadt Los Angeles, was auf seinem dritten Longplayer "The Predator", welches 1992 den Weg in
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die Regale fand, ausgebaut und wohl zu Cube's besten Album umgemünzt wurde. Auch hier stammen die Beats vom Eiswürfel und Sir Jinx, doch auch DJ Pooh und DJ Muggs lies man an die Regler, was für einen qualitativ hochwertigen und abwechslungsreichen West Coast Sound spricht. Lyrisch ist auch hier wieder alles sehr auf politische und rassistische Themen ausgelegt, allerdings mit einem verbesserten Flow vorgetragen. Wer sich den Re-Release von "The Predator" besorgt, bekommt zu der Standartversion noch 4 Bonus Tracks.
Der erste Song "When Will They Shoot" erinnert noch etwas an Cube's Anfangszeit, donnert mit voller Wucht und Aggression aus den Speakern und brennt gleich zu Beginn mal einiges nieder und macht Vorfreude auf den Rest der Platte. "Wicked" klingt ein bisschen nach Cypress Hill, stammt allerdings aus den Händen von Torcha Chamber. Passend zum Titel geht es hier echt abgefahren zur Sache. Düstere G-Funk Sounds unterlegen einen ultraschnellen und treibenden Beat, wozu Ice Cube seine ganze Klasse ausspielen kann. Richtigen Cypress Hill Sound hört man mit "Now I Gotta Wet 'Cha", produziert von Muggs. Auch dieser Track klingt irgendwie schräg, aber echt gut. Nach dem recht melodischen "The Predator" erreicht man mit "It Was A Good Day" wohl den Ice Cube-Song schlechthin. Anders als sonst schimpft er mal nicht, sondern zeigt sich von seiner entspannten Seite und das auf einem Instrumental, das an Chilligkeit wohl kaum zu überbieten ist. Dieser Song war damals ein Highlight und wird es wohl auch immer bleiben, besonders Cube's Worte "today I didn't even use my AK, I gotta say it was a good day" sind fast schon legendär. "We Had To Tear This Motherfucker Up" klingt etwas nach Kellerproduktion, wirkt dreckig, ruff und einfach nice. Das komplette Gegenteil liefert "Dirty Mack", das vom Style her doch eher fröhlich, funky und melodisch wirkt, was einem flotten Mix aus Gitarren und Bläsern zu verdanken ist. "Gangsta's Fairytale" kennt man schon von Cube's Debüt, hier gibt es Teil 2. Insgesamt ganz entspannt und gut zum Durchatmen nach all den Krachern, aber kein absoluter Hit. Einen solchen hätten wir eher mit "Check Yo Self". Auch dieser Track geht verdammt gut ab, was an einem dynamischen Saxophonspiel unterlegt mit ein paar Scratches liegt. Mit den Jungs von Das EFX hat sich Ice Cube genau die richtigen Features herausgesucht, denn ihr einzigartiger iggedy-Rapstyle passt hier sowas von perfekt dazu, dass es einen bei diesen Flows in wahre Faszination versetzt. Die Original-Version von "The Predator" endet nun so langsam aber sicher mit dem wieder sehr vorwurfsvollen "Who Got The Camera?", eine entspannte und durchgefunkte Nummer par excellance und "Say Hi To The Bad Guy", was für mich aber eher zu den schwächsten Liedern der Platte gehört. Die Anschaffung des Re-Release lohnt sich vor allen Dingen wegen den Remixes zu "Check Yo Self" und "It Was A Good Day". Erstes samplet den Klassiker "The Message" von Grandmaster Flash und ist einfach ein Ohrenschmaus durch und durch. Der Remix zu "It Was A Good Day" ist nochmal eine Spur relaxter und melodischer als das Original, kommt an dessen Kultstatus zwar nicht heran, ist aber dennoch eine echte Bereicherung. Von den letzten beiden Songs kann eigentlich nur noch der Closer "U Ain't Gonna Take My Life" so richtig überzeugen. Auch dieser Song wurde mit Hilfe einiger Instrumente eingespielt, lädt daher zum Chillen ein und lässt einen gut mit Ice Cube's Versen mitkommen.
"The Predator" ist wohl das einzige Ice Cube Album das den kompletten Mix aus deepen Lyrics, super Flow und gut anzuhörenden Instrumentals bietet. Seine anderen frühen Werke sind eher Geschmacksache, die späteren dagegen wirken auf mich eher unglaubwürdig und nach Hollywood-Pop-Gangsta, auch wenn sie von vielen gefeiert werden, was mir etwas schleierhaft ist. Wer auf den West Coast Sound der frühen 90er steht kommt an "The Predator" genau so wenig vorbei wie an Dr. Dre's "The Chronic", für Fans des Eiswürfel ist es sowieso Pflicht.
JazzMatazz
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