CD-Tipp




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-Neu

NEUES UND ALTBEWÄHRTES
NEU - so der Titel des neuen Glashaus-Albums. Als Erstes fällt natürlich die neue Stimme hinter Glashaus auf, die gehört Peppa und klingt wirklich großartig. Gefühlvoll, stark, klar, halt einfach gut anzuhören so würde ich Peppas Stimme beschreiben. Was als Nächstes auffällt, sind die Texte des neuen Albums, die nicht mehr so wehmütig, melancholisch und traurig sind wie bei den
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Stefan
Vorgängeralben. Dies spiegelt sich auch im Sound der einzelnen Titel wieder, es gibt hier wesentlich mehr schnelle bzw. Mittempo-Titel als zuvor. Auch sind hier nicht mehr so viele religiöse Texte zu finden. Ansonsten klingt das Album unverwechselbar nach Glashaus, dennoch neu und frisch.
Das hier - das Album beginnt schon mal mit einem fetzigem und schnellem Song. Peppas Stimme sprüht vor positiver Energie. Schöne Melodie und ein Sound, der nicht so technisch klingt, eher richtig handgemacht mit Schlagzeug als Bassverstärkung.
Ich kann mich nicht bewegen - eine klassische Glashausballade. Hier kann man besonders gut die Bandbreite der neuen Glashausstimme hören. Von tiefen Tönen bis zu hohem und kraftvollem Gesang im Refrain, dazu ein ungeheures Maß an Gefühl in der Stimme, hier passt Alles. Die Hintergrundmusik reicht hierbei von Klavier bis Orchester dazu ein dezenter Bass und ein schöner Popsound.
Nich' lang - schöner Mittempo Song. Der Titel beginnt ruhig und baut die Spannung allmählich auf, nach dem ersten Refrain setzt dann der Bass ein und das Tempo zieht an. Interessant hier auch der Text: Die Auflösung erfolgt hier erst ziemlich am Ende, worum es geht könnt Ihr Euch selbst anhören. Schöner Song
Spielt das hier bei Nacht - mein Favorit des Albums. Der Sound groovt richtig gut und geht sofort in die Beine. Man kann ihn vielleicht mit einer Mischung aus RNB und Reggae vergleichen. Die Stimme von Peppa klingt soulig und richtig sexy, der Refrain wirkt mit einer Leichtigkeit dahingehaucht, dass es einem heiß und kalt gleichzeitig wird. Die Melodie ist eingängig und voll der Hammer.
Es - schöne langsame Nummer mit einer schönen Melodie. Besonders gut wirken die dezenten Streicherklänge im Refrain. Zum Schluss gibt's dann noch eine kurze E-Gitarreneinlage.
Nich' wie ich - Herz-Schmerz-Ballade. Als Begleitung gibt es hier nur eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre. Mehr braucht es auch nicht für diesen schönen gefühlvoll gesungenen Song.
Licht - ist ein schöner tanzbarer Song der auch als Discohit durchgehen würde. Die schöne Melodie bleibt sofort im Ohr. Klasse-Titel mit Hitpotential.
Streben nach Glück - schneller, grooviger Dancehit. Das Positive ist im ganzen Song gegenwertig, ob im Text der Melodie oder im Sound. Hier ist gute Laune garantiert.
Schwer - in der Tat macht es der Titel einem nicht leicht. Ziemlich trauriger und schwermütiger Text dazu der passende Sound. Wirkt ziemlich melancholisch aber irgendwie auch schön. Beim zweiten Refrain setzt dann ein Schlagzeug ein und verleiht dem Song ein wenig Tempo.
Sie kommt zu mir - hier wird's noch etwas ruhiger als beim Vorgängertitel. Der Sound ist dezent im Hintergrund gehalten, dadurch kommt der gefühlvolle Gesang von Peppa richtig gut zur Geltung. Schöne Ballade besonders schön gesungen.
Kennenlernen - Schneller Song, durchaus gut tanzbar und mit leicht verspieltem Hintergrundsound. Der Text wirkt gar ein klein wenig aufdringlich. Schön gesungen, gute Melodie, perfekt.
Nach vorn - eine Art Aufbruchtitel. Schöner Mittempo-Poptitel. Man hat den Eindruck, dass Peppa hier von etwas getrieben wird, halt einfach nach vorn.
Wehtun - das Interessante an diesem Titel ist der Sound, der langsam wirkt mit einer Art Brack-Beat untersetzt und sich im Refrain zu einem klassischen Balladensound wandelt. Dann gibt's zwischendurch mal eine E-Gitarreneinlage. Und am Ende klingt der Titel völlig anders als am Anfang.
Herz am Mic - und die Hände am Computer, der Peppas Stimme ganzschön verändert. Im Refrain gibt es dann den klaren Gesang. Dazu einen typischen Glashaus Mittempo-Sound mit dezentem Bass und auch die Melodie kann man auf Anhieb Glashaus zuordnen.
Von guten Mächten - das ist nun eindeutig nicht mein Fall und nach meiner Meinung auch überflüssig auf dem Album. Eigentlich handelt es sich um eine mit Klaviermusik untermalte gesungene Predigt. Weniger religiöse Texte trifft hier eindeutig nicht zu. Könnte glatt aus der Bibel abgelesen sein (kenn mich da allerdings nicht so aus).
Dass Glashaus in dieser Stärke mit einer neuen Sängerin auftrumpfen können, hätte ich nicht gedacht. So ausgewogen und auch voll positiver Energie hat sich bislang keins der Glashaus-Alben präsentiert. Mit Peppa an der Spitze ist die Zukunft des Projekts wohl auch für die Zukunft gesichert. Die Macher von Glashaus Moses Pelham und Martin Haas haben mal wieder ihr Gespür für großartige Stimmen bewiesen.
Leider ging dieses großartige Album in den Charts bislang etwas unter. Aber hohe Verkaufszahlen machen noch lange keine gute Musik und sagen Nichts über deren Qualität aus.
Stefan

