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- Frenching the Bully

Schwarze Zeilen einer verstörenden Janis Joplin
Mit Mia Zapata starb 1993 eine ganz große Sängerin... und kaum einer nahm Notiz davon! Mit ihrer verrauchten Stimme, die hart wie die Welt und doch so zerbrechlich klang, wirkte sie wie eine in die falsche Zeit gerutschte Janis Joplin. Mit ihrer Band - den Gits - nahm sie zwei schaurig-schöne und bis heute sträflichst unterbewertete Streetpunk-Alben auf, die für mich zu den absoluten
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Glanztaten der frühen Neunziger zählen.
Miterlebt hat Zapata nur die Veröffentlichung des Debuts von 1992, "Frenching the Bully", das für mich auch die besten Aufnahmen der Band enthält... knapp gefolgt von "Kings and Queens", einer posthumen Zusammenstellung der frühen Demo-Aufnahmen. Songs wie "Absynthe", "Another Shot of Whiskey", "Second Skin" oder "Cut My Skin It Makes Me Human" enthalten die Rotzigkeit des Punk sowie die Verzweiflung des Grunge und sind doch meilenweit von beidem entfernt. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Texte einen gewissen Trotz und Lebensmut vermitteln, obwohl sie so dunkle Bilder malen. Über Allem steht aber für mich "It All Dies Anyway", ein unbeschreiblicher Song, der längst zu meiner ewigen Top 10 für tiefgründige und verstörende Lieder gehört.
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