



» Freundeskreis
- Esperanto

Meilenstein des Deutschraps
Wie die Zeit vergeht. 10 Jahre ist dieses Album schon alt. 1999 war der Deutschrap auf seinem Höhepunkt angelangt und die Rapgruppe Freundeskreis legte mit "Esperanto" das definitive Album für dieses Genre ab. Abwechslungsreiche und erfrischende Beats, die zu keiner Zeit überproduziert oder kommerziell wirken. Dazu die kreativen, von Wortwitz und gesellschaftskritischen Themen angereicherten
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Ananasfighter89
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Raps von Max Herre. All das beherrschte die Band schon vorher, aber mit "Esperanto" schufen sie ihr eigenes kleines Meisterwerk. Wenn ich jemandem, der mit Hip Hop nichts anfangen kann, beweisen müsste das dieses Genre etwas taugt, ich würde demjenigen diese Platte vorspielen. Nicht nur wegen der intelligenten Texte, sondern gerade wegen der Musik, die sich durch viele Klavier- und Gitarrensamples, gepaart mit einem trockenem Schlagzeug auszeichnet und einen warmes Klangbild ergibt. Die Band befasst sich kritisch mit den Themen Kommerzialisierung von Hip Hop, der Popkultur und Politik. Die Hauptmessage des Albums ist das Musik, in diesem Fall Hip Hop, die Ausdrucksform der Jugend sein sollte, natürlich im positivsten Sinne. Damals waren die Jungs halt noch richtig alternative Idealisten und hatten den Anspruch, Texte zum Nachdenken an den Hörer zu bringen. Inzwischen, nach immerhin zehn Jahren, gibt es diese großartige Deutschrap-Band nicht mehr. Die Bandmitglieder sind zu Realisten geworden und zumindest Max Herre verfolgt musikalisch nun ganz andere Pfade. Ganz zu schweigen von dem absoluten Umbruch des deutschsprachigen Raps, bei dem härtere Töne angeschlagen wurden und welcher den Stil der 90er leider vergessen machte. Aber nach zehn Jahren hört sich "Esperanto" immer noch frisch und gerade von den Texten her zeitgemäß an. Deutscher Hardcorerap ist inzwischen wieder da wo er hergekommen ist, nämlich im sog. Untergrund. Es wird nach dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts wieder Zeit für deutsche Musik mit solch anspruchsvollem Inhalt wie diesem, denn das gab es zwar in der Vergangenheit, aber leider viel zu wenig. Bis dahin reicht dieses Album aus und erinnert zudem an viele schöne Zeiten.
99 bis 09 - Wir stehen wieder vor einer Zeitwende. Und wieder wird die Musik für viele Menschen ein wichtiger Wegbegleiter sein. Mir war sie es im letzten Jahrzehnt jedenfalls. Und deswegen ergibt das Zitat auf dem Albumcover auch Sinn:
"Musik ist das Esperanto unserer Seele." Charles Tschopp
Ananasfighter89
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