



» Dimmu Borgir
- Death Cult Armageddon
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Endzeit
Bringen wir es direkt auf den Punkt:
Dieses Album trotzt allen bösen Kritiken, ja es würde an jeglicher Vernunft mangeln, dieser Musik in nur irgendeiner Weise ihre Genialität abzusprechen.
Was hier erschaffen wurde ist ein tonnenschweres Kunstwerk, ein Monument aller nur erdenkbaren Elemente der Musikgeschichte aus den Händen jener, die das Grauen in Klang setzten wollten.
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Dirk Janssen
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Der Albumtitel ist Programm: Beim Hören der Songs entsteht im Kopf geradezu ein imaginärer Film einer alles entscheidenden Schlacht,angeführt von dem abartig teuflisch keifenden Hohepriester "Shagrath" bevor die Apokalypse alles seiende Auslöscht. Die moderne Produktionstechnik machte es möglich, dass ein knapp 50-köpfiges Symphonieorchester perlenrein mit einer Metal- Band verschmilzt, was nicht zuletzt aber auch den unglaublich guten kompositorischen Arrangements zu verdanken ist. Aber anstatt hier Ecken und Kanten zu glätten oder der Musik einen sanftmütigeren Charakter zu geben, bringen tremolierende Streicher die Eiseskälte und Bläser verkünden dräuend Kriegszenarien. Dadurch gerät die Atmosphäre derartig Böse, dass alles andere, was sich diesem Genre verpflichtet fühlt, lediglich Kinderseelen erschrecken vermag. Alle, die "TRUE" schreien, halten einfach mal die Klappe und erzittern!
Auffallend folgen die meisten Songstrukturen stets dem gleichen, überzeugenden Schema: Statt mit Strophe- Refrain- Strophe zu langweilen, ließen sich die Norweger von der klassischen Sonaten- Hauptsatzform inspirieren, indem zunächst am Beginn oder etwas verzögert ein Hauptthema vorgestellt, welches dann von einem weiteren Thema abgelöst wird. Auf einem eher weniger zugänglichen, vertrackten, oft dissonanzenlastigen Mittelteil folgt schließlich in der Reprise eine Megabombastische "Erlösung" angeführt vom Hauptthema oder als ganz neues Arrangement mit Motiven aus den Themen.
Besonders gelungen sind in dieser Hinsicht track 9 "Eradication instincts defined" und track 5 "For the world to dictate our death". Ein atmosphärisches Meisterwerk ist "Progenies of the great apocalypse", dessen aufwändiges Musikvideo wohl als eines der beeindruckensten in diesem Genre gilt. Mit "Heavenly perverse" und "Cataclysm children" sind allerdings auch zwei peinliche Ausfälle am Start.
Dirk Janssen
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