



» Hed Planet Earth
- Blackout

Vorsicht - Suchtgefahr!
Verglichen mit anderen Nu-Metal-Kollegen hatten (Hed)p.e. während der Aufnahmen zu ihrem dritten Album in einem entscheidenen Punkt die Nase vorn: Im Grunde genommen lastete keinerlei Erfolgsdruck auf dass sympathische Quartett aus Kalifornien. Zwar konnte die Band mit dem grandiosen Vorgänger "Broke" einige Achtungserfolge einfahren, aber zum ganz großen Wurf hat es (bislang) noch nicht
...
Torsten Scheib
» weiterlesen
gereicht (warum eigentlich?).
Und dass es sich ohne Druck von außerhalb ziemlich gut arbeiten lässt, unterstreichen die Jungs mit "Breakout", das schlicht und ergreifend ein Wahnsinns-Album geworden ist. Schon dass sich langsam steigernde und in einer typischen Michael-Buffer-Boxansage gipfelnde Intro zeigt die Richtung an: Let's get ready to rrrummble!
Was danach kommt, kann man getrost als Lehrmaterial in Sachen modernen Metal durchgehen lassen - "Bring it" ist ein stampfender Groover Güteklasse 1a, während "My Rage" gemütlich anfängt, bis es sich zu einem wilden Tier entwickelt, dass rasend gegen seinen Käfig donnert. Als perfektes Gegenstück dazu gibt es sogar ein wenig Reggae ("Stick around") - aber keine Angst: Anders als bei den Kollegen P.O.D. klingt hier alles echt und authentisch, und nicht wie gewollt aber nicht gekonnt. Ein weiterer dicker Pluspunkt - die tollen Melodien. Stellenweise klingen (Hed) wie die metallische Version der Beatles, liefern sogar mehrstimmige Background-Vocals ab, die einfach nur geil klingen. Weitere Anspieltipps: "Breakout", "Here it comes" oder "Slipping away".
Hut ab!
Torsten Scheib
» reinhören & kaufen