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- I M Still Living

King of the Ghetto
Ein Jahr nachdem Z-Ro sein geniales "Let The Truth Be Told" auf den Markt gebracht hat, kehrte er 2006 mit seinem bis dahin bereits zehnten Album zurück. Es ist sein drittes auf dem wohl besten Rap-Label aller Zeiten, Rap-A-Lot Records. Wie bei den Vorgängern zeigt der Mann aus Houston, Texas, dass er nach wie vor einabsolutes Schwergewicht im Down South Rap ist und überzeugt mal wieder mit
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JazzMatazz
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genial schnellen Raps, deepen Lyrics und klasse Beats, die H-Town von seiner besten Seite zeigen.
Nach dem eher chilligen, dennoch düsteren Introsong "City Streets" bekommt man mit "Continue To Roll" gleich ein erstes Meisterwerk geboten. Ein eher schneller und frühlingshafter Song, welcher Samples des '80er Jahre Kulthits "True" von Spandau Ballet beinhaltet, also ein melodischer Ohrenschmaus ist. Als Feature steht hier Sängerin Tanya Herron, die ja auch auf Z-Ro's Vorgänger-Alben mit dabei war, zur Verfügung und ist die passende Ergänzung zu den schnellen Versen des Guerilla Maab-Mitglieds. Ruhiger und nachdenklich präsentiert sich uns Z-Ro auf "T.H.U.G. (True Hero Under God)". Es besteht aus einer echt traumhaften Hintergrundmelodie, die von einem weichen Beat begleitet wird. Auch hier zeigt Z-Ro, dass er zweifelsohne einer der größten South-MCs ist und begeistert mit deepen und schnellen Rhymes, sowie tollem Gesang im Refrain. Etwas Gangsterrap bekommt man mit "M16" geboten, ein Song der sich um Waffen und ihre Bedienung dreht. Als Features stehen bei diesem genialen Banger Z-Ro's Cousin Trae und P.O.P. zur Verfügung und rappen grandios über den von Schüssen und Instrumenten begleiteten Beat. Einen weiteren wirklichen Genuss für einen Fan des qualitativ hochwertigen Südstaaten Hip Hop liefert und Z-Ro mit "What's Going On?", welches auf hart donnernde Bässe und eine kraftvolle, etwas dramatische, aber auch imposante Streichermelodie setzt, was vor Allem im Refrain mit Z-Ro's mitreißenden Raps richtig gut abgeht. Vom Titel "Let The Truth Be Told" wird man etwas an Z-Ro's Album aus dem Jahr 2005 erinnert. Und das auf echt tolle Weise. Das Instrumental ist ruhig und regt zum Nachdenken bzw. Träumen an, ist zwar von der langsamen Sorte, begeistert dennoch durch seine schönen Klänge, genau wie der Rapper, der ein witeres Mal mit Gesang und Versen punkten kann, genau wie Feature Lil' Keke, der ja für ruhigere Songs wie gemacht ist. Wieder etwas brachialer wäre "Still Livin'", das mit dröhnenden Beats auffährt, die gut zu den drei MCs in Form von Z-Ro und Trae, sowie dem bereits leider verstorbenen Hawk (R.I.P.) passen. Dass Z-Ro auch eine etwas weichere Seite hat, bekommt man mit den Tracks "Homie, Lover, Friend" und "Love Ain't Live" zu spüren, die zwar gut, aber kein solches Meisterwerk wie der Albumabschließende Titel "Battlefield" ist. Auch hier ist wieder Tanya Herron mit von der Partie und es wird auch wieder gesamplet, was das Zeug hält. Dieses Mal bediente man sich an dem Klassiker "Love Is A Battlefield" von Pat Benatar, das im Original ja schon echt großartig ist, in der Rap-Version von Z-Ro jedoch zum echten Geniestreich wird. Die emotionale Melodie wurde hier komplett übernommen, allerdings mit etwas anderem Sound, auch wenn sich hier die Synthies doch stark nach den '80ern anhören. Dass die Kombination Z-Ro/Tanya Herron auch hier wieder perfekt fruchtet, sollte sich inzwischen wohl jeder denken können.
Mit "I'm Still Livin" hat Z-Ro ein weiteres absolutes Hammeralbum produziert, bei dem auch die restlichen Tracks um das ironische "One Deep", das knallharte "Remember Me" (feat. Bun B & P.O.P.), Rock/Funk-Nummer "Keep On" und die ernsteren "Man Cry" und "No More Pain" den Hörer in ihren Bann ziehen. An die Genialität von "Let The Truth Be Told" kommt dieses Werk zwar nicht ganz ran, ist nichts desto trotz ein weiterer Houston-Classic vom King of the Ghetto und daher für jeden Guerilla Maab- und Texas-Fan 100% zu empfehlen.
R.I.P. Pimp C & Hawk
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