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- Lifeshow

Olli Banjo - Lifeshow
Was soll man über diesen Mann groß sagen ? Er ist ein Phänomen im Rap-Game geworden. Der gebürtige Aschaffenburger Oliver Otubanjo begann Anfang der Neunziger mit der Wortakrobatik und schaffte es, bis jetzt, seine Fans, ohne Enttäuschungen, zufrieden zu stellen. Banjo hat auch bei dem letzten Head, eine Menge Respekt errungen und daher war die Freude in der Szene auf das kommende, neue
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J.H.
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Banjo Album natürlich gewaltig. Jeder zweite war gespannt und in jedem HipHop Forum hagelte es "Herzsmilies" als Tracklist und erste Single bekannt wurden. Sie sollten nicht enttäuscht werden. Banjo folgt auch auf seinem dritten Solo-Album seinem altbewerten Konzept. Punchlines, bangende Beats und jede Menge Flow. Der erste Track "Lifeshow", zusammen mit Bozz-Profi-RnB-Trällerer Jonesmann präsentiert gleich dieses Konzept in vollem Glanz. Banjo gewohnt arrongant und selbstverliebt punchend und flowend in einer eigenen Liga, ohne Konkurrenz weit und breit. Das von Monroe produzierte "Ich bin frei", ist was Beats angeht höchste Klasse. Banjo präsentiert uns hier wieder gut durchdachte Texte, die hier von Freiheit in jeglichen Formen handeln. Seine erste Single "Tagesschau" handelt, passend zum jetzigen Zeitpunkt, vom Klimawandel und der Globalisierung. Stark zu bemerken ist hier, dass Banjo auch singen kann, was er in der Hook beweist. Sehr tiefsinning und durchdacht reimt Banjo über die Probleme in unserer kaputten Welt. Typische Battle-Tracks wie "In deine Fresse", "Ich hasse dich" oder "B.S.S.K." sind gerade zu überfüllt von Punchlines und Wortspielen, die das fiktive Gegenüber verbal in den Boden stampfen. Es folgt "Am Riden" featured Down South Rapper Chamillionaire und auch hier ist der Beat, wie eigentlich überall auf dieser Platte, gut produziert und trotzdem nicht so umständlich, dass er unter Umständen Banjo in den Hintergrund drücken könnte. "Papa" handelt von Banjos Vater, allerdings eher in einer sarkastischen Verpackung. Hier ist festzustellen, dass Banjo noch immer eine Vorliebe für Rockelemente besitzt, so sind auf diesem Track leichte Gitarrenklänge als Element vorgesehen. "Dont do Drugs", das von den Folgen der Drogen handelt (wieder mit Ironie), "Gimme the Light" mit Schivv, welches von der zu häufg verbreiteten Durchschnittlichkeit der Menschen erzählt, "Deine Sprache", das von sozialen Kommunikationsproblemen handelt und "Komm ans Fenster" sind alle erstklassige Storyteller, in denen Banjo seine Wortgewandtheit und seinen Skill in Sachen "Geschichten-erzählen" aufzeigt. Die beiden letzteren sind zudem mit sehr schönen Beats beschmückt und sorgen für einen tollen Abschluss der Platte. "Black Boys" ist ebenfalls ein ironischer Storyteller, welcher von Problemen einer multiethnischen Liebesbeziehung, in Form vom Vater der Geliebten, der dem Ku-Klux-Klan angehört und von der Beziehung seiner Tochter mit dem farbigen Olli eher abgeneigt scheint. Alles wird in einer extrem sarkastischen und mit Ironie überfüllten Perspektive geschildert. "Bayern München" ist ein Track, in welchem sich Banjo nicht so recht zwischen seinem Lieblingsverein und seiner Freundinn entscheiden kann.
Fazit:
Eine sehr vielseitige Platte, die einen extrem breiten Themenhorizont aufweist. Banjo verkörpert den (fast) perfekten Rapper.
J.H.
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