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- A Sense of Purpose

Zu unrecht oft schlecht gemacht
Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben. Was ich hier teilweise über das Album gelesen hab, kann ich einfach so nicht stehen lassen. Es wurde gesagt, das Album klinge schlecht, Anders' Gesang sei nix und insgesamt sei das Ganze zu "mainstreamig" und überhaupt kein Vergleich zu früheren Werken. Alles Punkte, denen ich komplett widerspreche.
Ich finde fast alle Alben seit "Jester
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S. Kullmann
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Race" auf ihre ganz eigene Art super. Für mich war das schwächste "Come Clarity". Dessen Titel fand ich insofern sehr bezeichnend, dass ich mir wirklich mehr Klarheit gewünscht hätte in der meiner Meinung nach überladenen und etwas ziellosen Produktion.
Doch zurück zu ASOP. Zugegeben, es hat eine Weile gedauert bis ich die Qualitäten des Albums erkannt habe, aber dann war ich völlig begeistert! IF haben hier für sich einen völlig neuen Stil gefunden, der meiner Meinung nach richtig gut funktioniert.
Ist es poppiger und weniger hart als früher? Vermutlich. Ist das schlecht? Ich denke nicht.
Der für manche Ohren wohl etwas zu dumpfe Sound der Gitarren und Drums klingt finde ich druckvoll, trotzdem aber irgendwie sehr warm, angenehm und transparent (im Gegensatz zu "Come Clarity"). An den Vocals finde ich großartig, dass es keine echte (oft gezwungen wirkende) Trennung mehr zwischen Growls (oder was auch immer Anders in der Vergangenheit gemacht hat)und cleanem Gesang mehr gibt. Stattdessen gibt es sehr konsequenten, kraftvollen und melodischen "Schrei-Gesang".
Das Songwriting ist auch sehr gut, das Album bietet jede Menge toller ohrwurmiger Melodien. Meine Favoriten: "Delight And Angers", "Sober And Irrelevant", "March To The Shore". Aber eigentlich sind alle Stücke sehr gut, selbst das oft kritisierte, anfangs sehr ruhige "Chosen Pessimist". Obwohl ich zugeben muss, dass es vielleicht etwas zu lang ist und ein wenig stört mitten im Album.
Mein einziger echter Kritikpunkt: Da der Gesang sehr im Vordergrund steht, kommen die Instrumente oft etwas zu kurz. Ich vermisse doch ein wenig die genialen Gitarren-Melodien, wie man sie z.B. von "Goliaths Disarms Their Davids" kennt. Bei ASOP ist halt der Gesang für das Melodische zuständig. Ich hoffe sehr, dass IF das beim nächsten Album noch besser hinbekommen ohne die neue Linie wieder aufzugeben.
Meine Wertung: Ganz klare 5/5. Abschließend möchte ich sagen, dass ich dieses Album wirklich keinen Deut schlechter finde als die besten älteren Alben. Nur eben anders und ich denke, das ist gut so.
S. Kullmann
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