



» Electric Light Orchestra
- All Over the World: the Very Best of Elo
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Rock 'n' Roll trifft Klassik
"Accroche-toi à ton rêve
Accroche-toi à ton rêve
Quand tu vois ton bateau partir
Quand tu sents -- ton coeur se briser
Accroche-toi à ton rêve."
In den späten 1960er Jahren kam Roy Wood, der Gitarrist, Sänger und Songschreiber der britischen Gruppe "The Move", auf die Idee, Rockmusik mit Cellos, Violinen, Hörnern den Sound klassischer Musik zu
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verleihen. Er wollte einen weiteren Weg beschreiten, den die Beatles mit Songs wie "Strawberry Fields" und "I Am The Walrus" aufgezeigt hatten. Mit seiner Idee konnte er Jeff Lynn, den Frontmann der befreundeten Birminghamer Band "The Idle Race", begeistern. 1970 bewegte sich Jeff Lynn dann in Richtung "The Move" und steuerte für eine B-Seite der Gruppe "10538 Overture" bei, die jedoch erst zwei Jahre später als erste Single des (mit Drummer Bev Bevan) neugegründeten "Electric Light Orchestra" veröffentlicht werden sollte......
....und damit den Auftakt einer bespiellosen Erfolgsbilanz wurde, die der Gruppe in den Jahren 1972 bis 1986 mehr gleichzeitige UK- & US-Top 40 Hits bescheren sollte, als jeden anderen Band zuvor. Davon konnten sogar zwanzig in die UK-Top 20 und fünfzehn in die Billboard Top 20 gelangen. Daneben hält "ELO" den Rekord für die meisten Billboard Top 40 Notierungen in der Geschichte der Billboard Charts, ohne je eine Nummer 1 gelandet zu haben.
Das 2005 erschienene Album "All Over the World: The Very Best of ELO" ist jedoch keine chronologische Anthologie und lässt beim Hörer hinaus auch die Frage unbeantwortet, ob dies tatsächlich die "allerbesten" 20 Songs der Gruppe sind. So beginnen die Aufnahmen erst mit zwei Beiträgen vom dritten Studioalbum, zu einer Zeit als Roy Wood sich mit "Wizzard" einem neuen Projekt zugewandt hatte und Jeff Lynn zum alleinigen Macher geworden war.
On the Third Day (Dezember 1973)
"Showdown" (Track14), bei dem Jeff Lynn Marc Bolan's Gibson Firebird spielt, wurde zu einem Lieblingslied John Lennons, der Jeff deshalb in einem Radiointerview als einen "Sohn der Beatles" bezeichnete. Bei dem rockigen "Ma-Ma-Ma Belle" (15) liefert der Boss von T. Rex dann höchstpersönlich seine typischen Gitarrenriffs.
Face the Music (Oktober 1975)
Mit der Textzeile "There's a hole in my head where the rain comes in", einem Tribut an den Beatles Song "Fixing a Hole" wurde "Evil Woman" (2) wurde der erste Welthit für ELO. "Strange Magic" (18) fand sich 1999 im Soundtrack des Films "The Virgin Suicides" wieder.
A New World Record (Oktober 1976)
Rockaria! (17) ist die perfekte Fusion aus den Elementen Blues- und Glamrock, Oper und Popmusik. Die musikalische Synthese erzählt von einer "kleinen süßen Lady", die zwar die Oper singt, wie man es noch nie zuvor gehört hat, aber noch nicht bereit ist, Rock & Roll zu singen. Am Ende gelingt ihr dies dennoch. Bei "Livin' Thing" (10) sang Patti Quatro, die Schwester von "Leder-Suzi" die höheren Sangesstimmen. Auch "Telephone Line" (11) fand sich mit "Billy Madison" 1995 in einem Film wieder, als der Protagonist sich am Telefon bei einem Klassenkameraden entschuldigt.
Out of the Blue (November 1977)
"Mr. Blue Sky" (1) ist der vierte und letzte Teil der Suite "Concerto for a Rainy Day" und zeigt neben Chorgesang in seiner Coda ("Please turn me over") Lynns Vorliebe für verborgene Botschaften. Der Anfang von "Sweet Talkin' Woman" (4) ist eine Reminiszenz an das Miss Marple Thema. Das Stück sollte ursprünglich "Dead End Street" heißen wurde jedoch während der Aufnahme umbenannt, um eine Verwechslung mit dem 1966er Titel der Kinks zu vermeiden. "Turn To Stone" (6) fand sich im Soundtrack des Kultfilms "Detroit Rock City" (1999) wieder. "Wild West Hero" (13) ist ein getragener Titel mit einem Pianointro, a cappella-, Geigen- und Gitarrenblues-Passagen.
Discovery (Juni 1979)
"Don't Bring Me Down" (3) wurde der NASA Skylab Raum Station gewidmet, die am 11, Juli 19979 wieder in die Erdatmosphäre eintrat. "Shine A Little Love" (5) war die erste Singleauskopplung und wurde zum kommerziellen Erfolg der Gruppe. "Confusion" (8) mit seinen Akustikgitarren und Halleffekten wurde in Großbritannien als Doppelte A-Seite mit "Last Train To London veröffentlicht. "The Diary Of Horace Wimp" (7) ist eine eindeutige Beatlesque.
Xanadu (August 1980)
"All Over The World" (12) und der ursprünglich von Olivia Newton John gesungene Titelsong "Xanadu" (16), der hier von ELO neu aufgenommen wurde stammen aus dem 1980er Musikfilm, der seit 2007 als Musical am Broadway aufgeführt wird.
Time (August 1981)
Der Text von "Hold On Tight" (9) kommt mit englischem, französischem und deutschem Text ("Gib Dein Ziel niemals auf") sogar dreisprachig daher und lieferte mit einer Hommage an die Filmserials der 1930-40er Jahre das damals teuerste Musikvideo.
Secret Messages (Juni 1983)
"Rock and Roll Is King" (20) ist ein weiteres Beispiel, wie man R'n'R mit Streichern untermalen kann und wurde von den Wrestlern Ricky Morton & Robert Gibson für ihren Auftritt als Einzugsmusik gewählt.
Zoom (Juni 2001)
Mit "Alright" (19) schließt sich der Kreis, wenn sich Lynn von der Klassik zurück zum Blues bewegt
Auch ohne Chuck Berrys Initialzündung "Roll Over Beethoven", die ELO im Januar 1973 übernommen hatte, ist das Album ein Klassiker des Klassik-Rock und sollte in keiner Sammlung fehlen. Für diese Hammersongs gibt es die Höchstwertung: 5 Amazonsterne!
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