Portrait von Radiohead
Als Thom Yorke, Ed O'Brien, Phil Selway, Colin Greenwood und Jonny Greenwood sich Ende der 80er Jahre entschieden gemeinsam Musik zu machen, benannten sie die Band nach dem Song "Radio Head", das man auf dem Album "True Stories" der Band Talking Heads findet.
Auch wenn das im Jahre 1993 erschienene Debüt "Pablo Honey" nicht auf Anhieb die verdiente Anerkennung der Presse bekam und zunächst wenig beachtet wurde, findet man bereits auf dieser Platte das große Talent der Musiker in Gitarrenriffs verpackt. Zudem beinhaltet das Album Songs wie "You", "Anyone Can Play Guitar" und allen voran natürlich das legendäre "Creep", das nach einigen Anlaufschwierigkeiten die internationalen Charts stürmte. So richtig in´s Rollen kamen Radiohead mit ihrem zweiten Album "The Bends". Songs wie "Street Spirit" oder "Fake Plastic Trees" werden auf dem Album in eine wundervolle Melancholie getaucht und beeindrucken auf Anhieb. Der große Durchbruch und kommerzielle Erfolg folgte 1997 mit dem intelligent aufgebauten Album "OK Computer", das von der Presse und selbst von Musikerin wie Michael Stipe mit viel Lob überschüttet wurde und zu den musikalischen Meilensteinen der 90er Jahre zählt.
Die großen Erwartungen auf das darauf folgende Album beantworteten die Briten mit einer großen Überraschung, die sie "Kid A" nannten. Pünktlich zum neuen Jahrtausend lieferten sie damit den Sound der Zukunft. Stücke wie "Everything In A Right Place" oder "The National Anthem" werfen die so schon eher komplexen Songstrukturen von "OK Computer" in ein Bad voller Elektroklänge und sonderbarer Rythmen, ohne die Songs selbst aus dem Blick zu verlieren. Auf "Kid A" folgten die beiden Alben "Amnesiac" und "Hail To The Thief", auf denen Radiohead an den Sound von dem Vorgänger anknüpften und sich von den Britpopzeiten der Band entgültig verabschiedeten. Durch die Jahre hindurch blieben der Band, trotz aller Veränderungen und Entwicklungen, zwei Markenzeichen. Zum einen Thom Yorkes (der in Wirklichkeit Thomas Edward Yorke heißt) unverkennbare Stimme. Und zum anderen die kreativen Videoclips, wie das Zeichentrickvideo zum Song "Paranoid Android", das Video zu "Just" oder der Supermarktclip zu "Fake Plastic Trees", durch die immer mehr Menschen auf die Musik der Briten aufmerksam gemacht wurden.
2006 veröffentlichte Sänger Thom Yorke sein erstes Soloalbum "The Eraser", das den Gesang Yorkes noch weiter in den Vordergrund stellt, diverse Elektrospielereien beinhaltet und von den Fans und der Presse gespalten kommentiert wurde. Viele schätzten die musikalische Weiterentwicklung des Musikers und die intelligent aufgebauten Songs, während andere wiederum die Melancholie der früheren Stücke vermissten. Radioheads neues Album soll im Laufe des Jahres erscheinen.
