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Portrait von Queen

Kaum eine Rockband vermochte die Musikszene in solchem Maße zu prägen, wie Queen es taten. Man denke hierbei nur an die Hits "We will rock you" und "We are the Champions", welche keinem Musik- oder Sportfan unbekannt sind. Was anfangs noch nach provokativem Glamrock aussah, sollte sich bald als eine der vielseitigsten Bands der Musikgeschichte entpuppen. Das englische Rockquartett konnte von 1970 bis 1991 durch 20 veröffentlichte Alben und über 700 Konzerte neue Maßstäbe setzen.

Freddie Mercury (Gesang / Klavier), Brian May (Gitarre), Roger Taylor (Schlagzeug) und John Deacon (Bass) präsentierten ihren Fans Songs diverser Stilrichtungen (von Operette über Rock & Roll bis hin zu Hardrocksongs), zahlreiche aufwändige Musikvideos , Filmsoundtracks (Flash Gordon, Highlander) und eine Live-Performance die noch heute ihresgleichen sucht. Unter hohem technischem Aufwand und dank des enormen Improvisationstalents (vor allem von Freddie Mercury und Brian May) konnte die Band auch live die sehr hohe Komplexität des Musikerlebnisses "Queen" in hervorragender Qualität darbieten.

Ausnahmesänger Freddie Mercury wurde durch seine hintersinnigen Botschaften, welche er nicht nur durch die Texte und Videos, sondern auch durch seine Bühnenperformance vermittelte schnell zur Kultfigur auf den Bühnen der Welt.

Das letzte - zu Lebzeiten Freddie Mercurys veröffentlichte - Album der Band "Innuendo" verdeutlichte die Liebe, welche den stimmgewaltigen Gesangskünstler mit der Musik und den Fans verband durch eine abschließende Botschaft. Diese formulierte Freddie in Form des letzten Titels auf dem Album, dessen Aussage deutlicher nicht sein könnte: The Show Must Go On!

Diese Aufforderung nahmen viele namhafte Bands (z.B. Metallica, Guns n Roses, George Michael) ernst, da sie 1992 ein gewaltiges Abschiedskonzert für Freddie im Londoner Wembley Stadion spielten.

In den zu dem Album gehörigen Videoclips und in Interviews waren dem Frontmann der Band die Zeichen seiner Immunschwächeerkrankung jedoch in aller Deutlichkeit anzusehen. Im November 1991 verstarb Freddy Mercury schließlich an einer Lungenentzündung, welche sein geschwächter Körper nicht mehr verkraften konnte. Der positive Effekt dieser Tragödie war die Aufmerksamkeit, die von diesem Zeitpunkt an der Thematik "AIDS" geschenkt wurde. Im Jahr 1995 schließlich veröffentlichte die Band ein neues Album, welches Freddie Mercury noch vor seinem Tod zu diesem Zweck eingesungen hatte. Dieses Album trug den bezeichnenden Namen "Made in heaven".

Brian May und Roger Taylor konnten sich jedoch bis dato nicht dazu durchringen, die Band ad acta zu legen, wobei sich Bassist John Deacon seit 1997 aus dem aktiven Musikgeschäft zurückgezogen hat. So riefen sie in London mit "We will rock you" ein Queen Musical ins leben, welches im Jahre 2002 Prämiere feierte.

2004 holten die beiden Queen-Gründungsmitglieder mit Paul Rogers (Ex-Free) einen neuen Sänger ins Boot, mit dem sie zum neuen Album "Return of the Champions" tourten. Die Fans zeigten gemischte Reaktionen, was sich jedoch nicht in den Verkaufszahlen der Konzertkarten niederschlug. 2007 ist scheinbar wieder ein neues Album mit anschließender Tour und Paul Rogers am Mikrophon geplant.