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Portrait von Neil Diamond

In dem Kinofilm "Was ist los mit Bob?" mit Bill Murray und Richard Dreyfus heißt es, es gäbe zwei Arten von Menschen: Die, die Neil Diamond mögen und die, die ihn nicht mögen. Und in der Tat scheinen die Musikfans den amerikanischen Songwriter und Sänger entweder abzulehnen oder zu vergöttern.

Dabei ist Neil Diamond seit mittlerweile vier Jahrzehnten eine ernst zu nehmende Größe auf dem Markt und begeisterte mit zahlreichen Hits. Und diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Bemerkenswert ist seine variable Stimme, die die gesamte Bandbreite von samtig weich bis rockig hart abdeckt. Seine Songs sind melodiös, eingängig aber keineswegs oberflächlich. Sie schwärmen vom Leben und so ist auch seine Bühnenpräsenz von Lebhaftigkeit geprägt. Wer die Facetten von Neil Diamond erkunden will, sollte sich nicht allein über die üblichen Greatest Hits Alben an ihn heranwagen. Empfehlenswert sind die beiden Live-Alben „Hot August Night“ (1972) und „Hot August Night II“ (1987) sowie die Filmmusik „Jonathan Livingston Seagull“. Mittels dieser drei Alben lässt sich die Spannbreite des amerikanischen Superstars vortrefflich erleben. Sie belegen seine Qualitäten als Sänger und Songschreiber. Faszinierend zeigen diese Alben, mit welcher Leidenschaft hier jemand seine Musik dem Publikum präsentiert. Ja, fast möchte man sagen: Er zelebriert seine Lieder. Unüberhörbar springt bei den beiden Live-Alben der Funke auf das Publikum über und weckt die Vorfreude auf seine neue Tournee, die ihn im Sommer 2008 auch nach Deutschland führen wird. Dann erscheint auch das neue Album „Home before dark“.