Portrait von Laura Pausini
Die Wahrnehmung italienischer Solokünstler im Rest von Europa und der Welt wird im Pop- und Rockbereich wohl seit jeher von Eros Ramazotti geprägt. Dass es durchaus ein weibliches Pendant zu dem smarten Sänger gibt, welches schon fast zwei Jahrzehnte ebenso erfolgreich ihre italienische Heimat und den Rest Europas mit ihrer Stimme einnimmt, ist leider noch zu vielen unbekannt. Dabei verdient Laura Pausini nahezu ebensoviel Aufmerksamkeit wie ihr männlicher Kollege.
1993 begann der Stern von Laura Pausini zu steigen, als sie beim legendären Festival von San Remo als bester Nachwuchsstar ausgezeichnet wurde. Heute und damit fünfzehn Jahre später füllt sie in ihrem Heimatland ganze Fußballstadien und ist damit in ihrem musikalischen Ansehen einem Herbert Grönemeyer in Deutschland gleichzusetzen.
Zwischen den Jahren kam Laura Pausini dank ihres Talentes und ihrer frühen Auszeichnung schnell zu weittragenden und angesehenen Kooperationen, beispielsweise mit Phil Collins oder Ray Charles. Ihre Sprachvielfalt, die sie auch in ihren Liedern einbaut, erstreckt sich dabei vom Englischen bis hin zum Portugiesischen, der allergrößte Teil ihrer Lieder wird jedoch in ihrer Heimatsprache gehalten. Zudem darf sich Laura Pausini rühmen, als erste Italienerin einen Grammy gewonnen zu haben.
Wie es bei all diesen zu Recht verteilten Lorbeeren an Laura Pausini sein kann, dass sie nördlich der Alpen noch viel zu wenige Musikfreunde wahrgenommen haben, ist sicherlich ein großes Rätsel. Ihre vor allem im Pop beheimateten Lieder, die aber auch manchmal in folkloristischere oder rockigere Ebenen abdriften, verdienen zumindest eine weltweite Aufmerksamkeit. Nahezu dreißig Alben und eine dreistellige Zahl an erworbenen Gold- oder Platinplatten in den verschiedensten Ländern weltweit können wohl nicht irren.
