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Portrait von Can

Die deutsche Rockband Can wurde 1968 in Köln gegründet. Heute gilt die Band als eine der wichtigsten Bands aus dem Genre des Krautrock und Psychedelic-Rock.

Mit zwei Musikern mit Wurzeln in der Klassischen Musik – Bassist Czukay und Keyboarder Schmidt – war es klar, dass die Band nie typischen Rock spielen würde. Der Gitarrist Karoli konnte immerhin mit Erfahrungen im Rock auftrumpfen und der Schlagzeuger Liebezeit brachte noch den Jazz mit. Vereinen tat die Musiker ihre Vertrautheit mit internationaler Folklore. Zu Beginn improvisierte die Band viel und fand damit zu ihrem eigenen genreübergreifenden Stil. Dieser war jedoch von Anfang bis Ende der Band nie statisch und nahm so stets auch neue Einflüsse auf. Für den Zuhörer bildete diese musikalische Vielfalt den Reiz der Band, innerhalb der Band kam es aufgrunddessen und der Organisation im Kollektiv oft zu Auseinandersetzungen und damit auch zu Besetzungswechseln.

Sänger Malcolm Mooney verließ die Band bereits 1970 und die Kernbesetzung bildeten bis zum offiziellen Ende der Band 1978: Irmin Schmidt, Holger Czukay, Michael Karoli, Jaki Liebezeit und Sänger Damo Suzuki. Gemanagt wurde die Band von Hildegard Schmidt, der Frau von Irmin Schmidt.

Die 80er Jahre waren eine ruhigere Zeit für die Band. Eigentlich aufgelöst, kamen sie nur noch zu einzelnen Terminen für Aufnahmen und Konzerte zusammen. Ab den 90er Jahren traten die verschiedenen Mitglieder noch solo auf und vermarkteten diese Auftritte unter dem Titel „Can Solo Projects“. 2001 starb Michael Karoli an einer Krebserkrankung. Zwei Jahre später wurde Can mit dem deutschen Musikpreis Echo für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Bis heute liefern Can mit ihrer ungewöhnlichen Herangehensweise an die Musik und ihren vielfältigen Kombinationen für viele Bands aus verschiedenen Genres eine Quelle der Inspiration.