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Portrait von Bob Marley

Der am 06. Februar 1945 in Jamaika geborene Gitarrist, Sänger und Songwriter Bob Marley war einer der bedeutendsten Mirbegründer des Raggaes. Mitte der 70er machte er den Raggae mit The Wailers auf der ganzen Welt bekannt. Über seine musikalischen Werke konnte Bob die Rastafari-Botschaften in die ganze Welt ausbreiten. Auch heute noch, über 25 Jahre nach seinem Tod, stellt er für seine Sympathisanten, Fans und Anhänger, insbesondere in der dritten Welt, eine schillernde Symbol- und Identifikationsfigur dar.

Bob Marleys Liedtexten kommen eine einmalige, besondere Bedeutung zu. Seine Songs haben besondere spirituelle Inhalte, die nur mit den Rastafari-Kenntnissen ganz zu verstehen sind. Er verstand es, die Botschaften in die Welt zu tragen und wird seitem besonders bei Anhängern diese Glaubens als eine Art Prophet angesehen. Für die Europäer und Nordamerikaner galt er stets als eine Art Freiheitskämpfer und schmückt zahlreiche Wände mit Postern neben Che Guevara. Doch seine Texte werden oftmals falsch interpretiert: politisch und sozialkritisch. Doch wahrhaftig ist seine Musik religiös und spirituell. Lediglich einzelne Lieder beziehen sich auf weltliche Politik und selbst in diesen steht der rastafarianische Panafrikanismus im Kontext.

Bob wuchs im jamaikanischen Rhoden Hall auf. Seine Mutter Cedella war bei seiner Geburt 18 Jahre alt und sein Vater, Norval Sinclair Marley, war weisser britischer Offizier. Bobs Aufwachsen wurde von der kulturellen schwarzen Mehrheitsbevölkerung, magischen Vorstellungen, Geistervorstellungen, den vielen Geschichten und dem von der damaligen britischen Kolonie gepflegtem Christentum geprägt. Mit 16 Jahren zog er nach Kingston in ein Armenviertel, wo Gewalt und Hoffnungslosigkeit herrschten. Dort konnte er mit Musik dem Alltag entfliehen. Mit seinem Freund Bunny Wailer gründete er 1961 die Rudeboys, drei Jahre später nannten sie sich dann The Wailing Wailers. 1967 konvertierte er vom Christentum zum Rastafari, die gedrehte und verfilzte Haare (Dreadlocks) tragen. Aus diesem Glauben nahmen mystische und spirituelle Elemente einen großen Einfluss auf seine Musik. Zunächst bestanden die Songs damals aus schnellem, tanzbaren Ska, bis sie zu Ende der 60er Elemente der afrikanisch-jamaikanischen Volksmusik einfügten und den Beat verlangsamten. Die Geburt des begeisternden Raggae.

1976 nahm Bob Marley an einem Friedenskonzert der sozialdemokratischen People`s National Party (PNP) teil. Einige Wochen nach seiner Zusage schossen Unbekannte Bob, seine Frau und Manager Don Taylor nieder. Schwer verletzt überlebten sie und trotzdem nahm Marley am Konzert teil. Vier Jahre später sollte sein großer USA-Durchbruch bei einer großen Tournee mit Lionel Richie und den Commodores geschehen. Doch sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich drastisch. Er ließ eine Fußverletzung wegen der Rastafari-Ideologie unbehandelt. Kurze Zeit später wurde schwarzer Hautkrebs festgestellt. Nach einigen Konzerten dann in den USA brach er eines Tages zusammen. Nach vielen Monaten hoffen und kämpfen verstarb er am 11. Mai 1981 in Florida. Beigesetzt wurde er in dem heimatlichen Nine Miles im Mausoleum.

Er hinterließ seine kubanische Frau Rita, die er 1966 heiratete, und seine 12 offiziell anerkannten Kinder, die teilweise heute ebenfalls ihre musikalische Liebe ausleben. Im Jahre 2001 erhielt Bob Marley einen berühmten Stern auf dem Walk Of Fame in Hollywood. Sein größtes Vermächtniss ist seine Musik, die ein unvergänglicher Teil der Musikgeschichte ist.